Impulse und Impressionen von Fronleichnam

Impulse und Impressionen von Fronleichnam

800 Jahre hindurch schreibt das Fest FRONLEICHNAM Geschichte – auf die Initiative einer Ordensfrau, Juliane von Lüttich, ist es entstanden und wurde dann von ihrem Landsmann, Papst Urban IV. 1264 für die gesamte Kirche eingeführt. Über so lange Zeiträume ändern sich Zeitumstände und Sprache: Zugegeben, der Titel des Tages mutet ein wenig merkwürdig an, aber dass sich beim ZDF dann jemand erlaubt, „Happy Kadaver“ zu titeln, finde ich primitiv und verunglimpfend  – von kompetentem Journalismus erwarte ich, das sich jemand vertieft in die sprachlichen „Wurzeln“: im mittelalterlichen Deutsch bedeutete „lichnam“ noch den lebendigen Leib eines Menschen – und „fron“ ist der Herr (zum Beispiel: Fron-dienste waren damals zu leisten gegenüber einem Höhergestellten). 

Es ist also ein Feiertag, an dem wir das Geheimnis des Leibes und Blutes Jesu Christi im Sakrament der Eucharistie ehren, die hl. Kommunion in beiderlei Gestalten empfangen („Nehmet und esset alle davon“ – Nehmet und trinket alle daraus“) – und dann hinausziehen aus den ‚heiligen Räumen‘, „voran-schreiten“ (pro-cedere / Pro-zession) auf den Straßen dieser Welt, in unserem Lebensumfeld und so zeigen, de-monstrieren (mit dem Zeigegefäß „Monstranz“): Gottes Wort und die Kraft seiner Gaben sind allen zugedacht – zum Heil und Segen für unsere Welt, über alle Grenzen hinweg.

Pfarrer Michael Kneißl

Bilder aus Wendelstein:

Bilder aus Rednitzhembach:

Fronleichnamsprozession 2026

„Hab Mut, steh auf!“

Besinnung:
Lektor 1: Hab Mut – steh auf! – In vielen Situationen unseres Alltags brauchen wir Ermutigung.
Lektor 2: Gottes Beistand schenkt sie uns Tag für Tag neu.

Wir rufen: Du führst mich hinaus ins Weite, du machst meine Finsternis hell – ALLE wiederholen

Lektor 1: Jesus ruft und beruft uns, aufzubrechen………..