20 Jahre Hüttenlager - Eine Kinder- und Jugendfreizeit mit langer Tradition!

Bereits seit 2002 gibt es schon das „Hüttenlager“ des kath. Pfarrverbandes „brücken-schlag“ Rednitzhembach-Schwanstetten-Wendelstein. Viele sehr schöne Gegenden in Deutschland wurden seitdem bereist. Hüttenlager fanden bereits im Allgäu, Vogtland, Harz, Bayern, Thüringen, Schwarzwald, Schwäbische Alb, Hessen, Erzgebirge und in der Pfalz statt.

Auch dieses Jahr nahmen (nach der zweijährigen Corona-Zwangspause) 33 Kinder und Jugendliche aus Rednitzhembach, Schwanstetten und den umliegenden Ortschaften teil. Zusammen mit ihren 10 Betreuerinnen und Betreuern fuhren sie am Anfang der Sommerferien für eine Woche ins Gut Beinrode bei Kallmerode /Thüringen.

Viele Ausflüge standen auf dem Programm. So wanderte die Gruppe zur nahegelegenen Burg Scharfenstein, wo sie vom Küchenteam mit einem mobilen Hamburger- und Hot-Dog-Stand überrascht wurden. Im Anschluss mussten in Kleingruppen kniffelige Aufgaben bewältigt werden. Mit Hilfe dieser erlebnispädagogischen Spiele wuchs die Gruppe schnell zusammen. Am folgenden Tag wurde das Grenzlandmuseum Eichsfeld besucht. In den Originalräumen des ehemaligen Grenzüberganges zwischen Teistungen und Duderstadt wurde die Gruppe in altersgerechten Führungen über die Geschichte der deutschen Teilung informiert. Die Referenten freuten sich sehr über das große Interesse und die vielen Fragen der Teilnehmer. Im Anschluss erkundeten die
Kinder und Jugendlichen mit Hilfe einer Stadtralley die Kleinstadt Duderstadt. Sie gehört zu den schönsten Fachwerkstädten Deutschlands. Bei den sommerlichen Temperaturen durfte natürlich ein Besuch des Freibades in Dingelstädt nicht fehlen.

Viele sehr interessante Informationen über Bären erhielten die Kinder und Jugendlichen bei den Führungen durch den „Bärenpark Worbis“. Leider gibt es weltweit noch sehr viele Bären, die nicht artgerecht gehalten und oft brutal gequält werden. Alle Bären, die in den großen Freigehegen beobachten werden konnten, stammen aus Gefangenschaft. Betroffen machten die Schilderungen, in welchen Verhältnissen diese Bären in der Vergangenheit leben mussten.

Der wunderschöne parkähnliche Außenbereich der Unterkunft, die Werkstätten des Objektes (Holzwerkstatt, Papierschöpfen und Kerzen ziehen)  und das abwechslungsreiche Angebot der Betreuer sorgten dafür, dass in der freien Zeit keine Langeweile aufkam. Abendlob,Gesang und Lagerfeuer rundeten jeden Tag ab. Diese Woche ohne Handy und sonstigen elektronischen Geräten ermöglichte den Kindern und Jugendlichen vielfältige Erfahrungen: Intensives Gemeinschaftserlebnis, faire Konfliktlösung, Eingliederung und Behauptung in einer Gruppe, akzeptieren von Regeln, neue Freunde kennenlernen … und natürlich viel Spaß und gute Laune erleben. Da das Wetter optimal war, war das „Hüttenlager 2022“ wieder ein voller Erfolg. Alle waren sich einig: Es war eine sehr gelungene, harmonische und schöne Freizeitwoche.

Das Hüttenlager wird aus dem ‚Bayerischen Aktionsplan Jugend‘ des Bayerischen Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales durch den Bayerischen Jugendring gefördert.

Bericht: Yvonne Beer