Jahresrückblick auf das Jahr 2025 in St.Nikolaus
Liebe Christen und Christinnen in St. Nikolaus,
wie jedes Jahr schauen wir als Pfarrgemeinderat auf das Jahr zurück. Auf der Ebene der Weltkirche mussten wir von Papst Franziskus Abschied nehmen. Er hat die Kirche inspiriert, sich nicht nur mit sich selbst zu befassen, sondern „an die Ränder zu gehen“ und für das Wohl aller Menschen und der Schöpfung zu arbeiten.
Auf Bistumsebene hat uns der Rücktritt von Bischof Gregor Maria Hanke überrascht. Seine Schöpfungsspiritualität hat kräftige Impulse gesetzt. Nun ist offen, in welche Richtung das Bistum Eichstätt weiter gehen wird.
Angesichts dieser Einschnitte ist es ein Geschenk, dass wir hier vor Ort in St. Nikolaus und im Pfarrverband das Jahr 2025 kontinuierlich und ausdauernd weitermachen konnten. „Hier bei euch fühle ich mich willkommen. Hier wird keiner ausgegrenzt“. Dieses schöne Feedback hat uns eine Frau mitgeteilt. Und damit scheint mir schon das Wichtigste über St. Nikolaus gesagt: eine offene, gastfreundliche Gemeinschaft mit Ausstrahlung. Die Kirchentür steht immer offen, auch über das Heilige Jahr hinaus.
Viele tragen zu dieser Ausstrahlung bei: Natürlich zuallererst unser Pastoralteam mit Michael Kneißl als leitendem Pfarrer, der im Pfarrverband rund um die Uhr mit ganzer Kraft arbeitet, vordenkt, nachdenkt und vor allem für die Menschen da ist als Seelsorger im besten Sinn. Mit einem schlichten „Danke“ am Jahresende kann man gar nicht ausreichend ausdrücken, was du alles schaffst, lieber Michael.
Es ist ein Geschenk für uns alle, dass du hier bist. Danke an dich und an das ganze kreative, unermüdlich fleißige Team der Hauptamtlichen, an Gabi Zucker und Moni Fass, Bernhard Kroll und Ralf Kerber und die Power-Frau Christa Meier. Was ihr alles leistet, steht vermutlich nicht so in eurem Arbeitsvertrag und ist mit Gold nicht aufzuwiegen. Eigentlich seid ihr gleichzeitig Haupt- und Ehrenamtliche in St. Nikolaus, synodal miteinander unterwegs.
Viele Menschen helfen ehrenamtlich zusammen, dass es eine Freude ist: in den Gruppen, Gremien und Vereinen wie der neuen Kirchenverwaltung, den Pfadfindern, dem Frauenkreis, Liturgiekreis, Ökumenekreis, Seniorenkreis, der Krabbelgruppe, der KAB, dem Förderverein oder dem Verein EINE WELTenWende. Gleichzeitig engagieren sich offene Initiativen wie das Kinderkircheteam, der sangesstarke Projektchor oder die ökumenische Initiative „Zam waxn“. Kleine Gruppierungen finden sich locker zusammen wie die Ministranten, die Altpfadfinder oder das Team, das an den Kirchentüren freundlichen „Willkommensdienst“ leistet.
Es ist ja leicht, eine Sache anzufangen, aber viel schwerer, sie durchzuhalten. Wie schön, dass starke Projekte und Initiativen durch die Zeit und Liebe von vielen Menschen getragen werden. Danke für diese tolle Ausdauer. Ein kleines Beispiel für diese Ausdauer gibt uns das kleine geistliche Team, das nun schon über 100 „Guten-Abend-Gebete“ in der Sorger Kapelle gestaltet hat.
Im Rückblick auf 2025 war das große Pfarrfest sicher ein Höhepunkt.
Im Festgottesdienst wurde die Ausdauer in Form des 125-Jahre-Jubiläum der KAB gefeiert; ein starker Verband, der viel bewegt und uns vor Ort mit seinem abwechslungsreichen Programm und engagierten Menschen bereichert. Gefeiert haben wir am Pfarrfest auch unsere ökumenische Verbundenheit.
Seit 25 Jahren ist sie sichtbar durch den Milleniumsstab und die Tradition, dieses Kunstwerk von Kirchengemeinde zu Kirchengemeinde weiterzureichen. So können wir stärker „zam waxn“ und gemeinsam als Christinnen und Christen vor Ort eintreten für Gott und die Welt. Wer das Pfarrfest mit seinen tollen Konzerten und dem wunderbaren Musical des Kinderchores erlebt hat, kann die schönen Sommer-Erinnerungen aufrufen. Manche Gäste haben sich gewundert über unsere riskante Entscheidung, die Speisen und Getränke nicht zu verkaufen, sondern einfach Spendenboxen aufzustellen. War das verrückt? Es war eine starke Erfahrung: Gut biblisch war genug für alle da, die Ausgaben konnten gedeckt und sogar Spendenprojekte unterstützt werden.
Manchmal feiern wir neben den großen Fiestas auch kleine Feste: „mitten im Tag feiern wir das Fest der Auferstehung“ in allen gottesdienstlichen Feiern, die so liebevoll und gut gestaltet sind. Kleine Feste der Begegnung an der Kirchentür, auf dem Parkplatz, bei einem Eis, bei den Stationengebeten und Bittgängen außerhalb der Kirchenräume. Übermorgen starten wir die Sternsingeraktion: da feiern wir Segensmomente, Begegnungen frei Haus und zum Abschluss ein festliches Pizzaessen wie im Rekordjahr 2025.
Bei aller Ausdauer ist es auch wichtig zu erkennen, dass keiner sich zwingt „durchzuhalten“. Hermann Lahm wird zwar weiter an der Orgel zu unserer Freude spielen, hat aber 2025 das letzte – 50.! – Dreikönigskonzert organisiert und festlich gestaltet. Es beruhigt ihn hoffentlich, dass sich mit der Familie Schuh musikbegeisterte Menschen gefunden haben, die diese Tradition fortführen. Vielen Dank an alle Musiker, – Solisten, Bands und Chöre, – die uns mit ihrem Talent übers Jahr beschenken!
Unser einzigartiger Mesner und Hausmeister Bogdan Urban hat sich im Sommer in den Ruhestand verabschiedet. Natürlich vermissen wir ihn, doch es haben sich Lösungen gefunden: Lukas Jeruzal ist als tüchtiger Hausmeister eingestiegen. Die Mesner-Aufgaben teilen sich ein ehrenamtliches Team, was – wie Sie ja in den Gottesdiensten sehen – sehr gut klappt. Vielen Dank für euren Einsatz!
Auch im Pfarrgemeinderat stehen Wechsel an. Am ersten März wird ein neuer Pfarrgemeinderat gewählt. Aus unserem jetzigen Pfarrgemeinderat hat sich die Hälfte der Mitglieder für eine neue Kandidatur entschlossen. Aus guten Gründen haben sich andere zu entschieden, die aktive Zeit im PGR – zum Teil nach vielen Jahren – zu beenden.
Vieles haben wir gemeinsam geschafft: Feste und die großen Sonntagsessen nach dem Gottesdienst organisiert, Besuchsdienste übernommen, öffentliche Vorträge und Filmabende veranstaltet, einen Info-Kanal St. Nikolaus eingerichtet, uns in die aktiven Gruppen und die Feier der Liturgie eingebracht. Ein herzliches Dankeschön an alle Frauen und Männer im Pfarrgemeinderat!
Es ist wunderbar, dass sich neue Kandidatinnen und Kandidaten für den PGR bereit erklärt haben und uns ihre Zeit, ihre Talente und ihre Freude an St. Nikolaus schenken. Danke für diese Bereitschaft!
Zwar ist es eine offene Frage, wie es 2026 auf Bistumsebene und auch mit den Gemeinden vor Ort weitergeht. Unser Pastoralkonzept wurde freundlich aufgenommen, doch wissen wir nicht, wie die Pläne ab 2026 aussehen. Weil uns unsere Gemeinschaft in St. Nikolaus am Herzen liegt, wollen wir weiter gemeinsam unseren Glauben und unser Leben teilen und so ein Ort sein, an dem sich Menschen willkommen fühlen. Das tun wir nach Kräften, voll Dankbarkeit und mit Gottvertrauen.
Annegret Langenhorst, Vorsitzende des PGR St. Nikolaus
Fotos: Anika Tauber-Groh / pde und Konrad Sailer